Am Wochenende war ich auf einem wunderschönen Geburtstag. Auf einem dreißigsten, denn das Leben geht eben unaufhaltsam weiter. Ich musste zwar eine Zugfahrt hinter mich bringen, um mitfeiern zu können, aber es hat sich gelohnt.

Ein befreundetes Paar hat gefeiert und das Geburtstagskind(ER) musste die bitterbösen Kommentare und Sprüche zum dreißigsten über sich ergehen lassen.Wie ein Mann hat er es natürlich mit Stolz und Würde getragen. Ein runder Geburtstag ist immer so eine Sache. Es gibt Menschen, denen macht das nichts aus und es gibt Menschen, die werden panisch. Ich gehöre da auch eher zur zweiten Sorte. Ich frage mich oft, warum das so ist? Haben wir Angst vor dem Älterwerden an sich oder sind es einfach die sich wechselnden Zahlen, die diese Panik in manchen von uns auslösen? Eigentlich sind es ja nur Zahlen. Niemand fühlt sich an seinem runden Geburtstag anders. Es vergehen einfach nur ein paar Stunden und man schlittert von 29 in die 30 hinein.Rein objektiv ist das erstmal gar nicht schlimm. Zunächst ändert sich nichts. Ich denke es ist tatsächlich die Angst vor dem Älterwerden. Dabei beinhaltet das Älterwerden auch das reifer werden, das bewusster werden, wer man ist und was man will. Man ist einfach gefestigter und steht, je älter man wird, mehr zu sich selbst. Jedes Jahr mehr, macht uns an Erfahrung reicher. Wir setzen andere Prioritäten, weil wir mehr und mehr in Erfahrung gebracht haben, was wirklich wichtig ist im Leben, was wir wirklich im Leben brauchen, um glücklich zu sein. Mit zwanzig sind nun einmal andere Dinge wichtig, als mit dreißig oder vierzig. Haben wir vielleicht auch Angst davor? Je älter wir werden, umso mehr Verantwortung müssen wir nun mal für uns selbst und für unser Leben übernehmen. Irgendwann müssen wir eben aufhören uns die Rechnungen und die Urlaube von unseren Eltern finanzieren zu lassen. Wir sind dann für uns selbst zuständig und müssen für uns selbst sorgen. Es wird einfach erwartet, dass wir unsere Leben nun selbst leben und das ohne fremde Hilfe. Wir müssen einfach selbst für uns und unser Wohl aufkommen. Unsere Leben selbst gestalten und es selbst voll und ganz im Griff haben. Vielleicht macht einem der dreißigsten Geburtstag deswegen auch so eine Angst. Es wird einfach verlangt, dass wir ab da quasi alles im Griff haben und voll im Leben stehen. Vielleicht setzt das einen auch einfach etwas unter Druck und vielleicht ist das auch etwas, wovor man Angst hat. Letztendlich ist es aber doch nur eine Zahl, denn früher oder später wird jeder von uns erwachsen. Eine Zahl ist da nicht ausschlaggebend und sagt auch nichts über Reife oder Verantwortungsgefühl aus. Vielleicht sollten wir uns davon eben nicht so verrückt machen lassen und einfach nur unsere bestes geben, damit unsere Leben gut verläuft und wir jeden Tag in den Spiegel schauen können, ohne uns vor uns selbst schämen zu müssen.
Michele und Sascha haben auf jeden Fall einen ganz wunderbaren Geburtstag für ihre Gäste gestaltet und haben dafür gesorgt, dass sich alle Anwesenden glücklich und wohl fühlen. Dreißig hin oder her. An diesem Abend haben alle einfach nur fröhlich vor sich hingefeiert. Ob zwanzig, dreißig oder vierzig. Und das war letztendlich auch das Entscheidende.
Ich wünsche Sascha noch einmal alles Liebe und Gute zu seinem 30sten und Verantwortung wird er dieses Jahr auch ganz sicher übernehmen müssen, denn er wird im Juli Papa der kleinen Malia. Auch dafür alles erdenklich Gute. Wie gesagt, früher oder später wird jeder von uns erwachsen und muss Verantwortung übernehmen, aber sicher sagt das Alter darüber nicht wirklich viel aus.

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6 Gedanken zu “Danke für den schönen Abend an Sascha, Michelle und Malia

  1. Ich habe noch ein ganzes Stück bis zur 30 aber ich denke das sind auch alles nur Zahlen. Mein Bruder ist erst dreißig geworden benimmt sich aber immer noch wie 16 🙂
    Man sollte jedes Jahr in vollen Zügen genießen.

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