Heute gibt es mal wieder eine Rezension von mir. Ein Werk, welches mir sehr am Herzen liegt, denn es handelt sich um einen regionalen Autor, der ganz aus meiner Nähe stammt.

Zunächst zum Autor selbst:
Horst Keller wurde 1961 in Fulda geboren und lebt seit seiner Kindheit auch in dieser Gegend. Er ist gelernter Industriebuchbinder und stand 30 Jahre an der letzten Stelle der Buchproduktionskette. Seit 2014 versucht er sich als Autor und publizierte nun sein erstes Werk.
Verkaufte Engel: Horst Keller

Im beschaulichen Fulda wird im Gieseler Forst eine bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Leiche gefunden. Hauptkommissar Karl Geiger und seine Kollegin Katharina Dörr nehmen sich der Sache an. Schnell wird klar, dass es sich bei ihrem Fall um organisiertes Verbrechen handelt. Immer mehr Tode tauchen auf, die Fragen aufwerfen. Eine erste Spur führt nach Frankfurt ins Rotlichtmilieu. Mit Hilfe der Kripo Frankfurt arbeiten die Kommissare eifrig an ihrem Fall und täglich kommen neue Erkenntnisse dazu. Als ein junges und verstörtes Mädchen gefunden wird, wird schnell klar, dass die Mafia ihre Finger im Spiel hat. Was anfänglich mit einer verbrannten Leiche begann, nimmt ungeheure Ausmaße an. Als dann plötzlich ein Journalist, der brisante Informationen über die Mafia veröffentlichen will und ein enger Freund von Hauptkommissar Karl Geiger ist, auf offener Straße erschossen wird, gibt es für diesen kein Halten mehr. Es kommt zum großen Showdown.

Horst Kellers Erstlingswerk überrascht mit einer Fülle an Informationen über das Rotlichtmilieu, die mafiösen Verhältnisse, die sich quer durch die großen Mafiaclans der Welt ziehen und über die Geschichte seiner Stadt. Diese derartige Vorrecherche ist eindrucksvoll. Tatsächlich ist sein Werk sehr informativ und bildend und dadurch schon lesenswert. Die Geschichte ist spannend erzählt und flüssig geschrieben. Die Charaktere sind authentisch und auch die Idee und die Umsetzung ist realistisch und nicht zu überdreht. Die Spannung nimmt bis zur letzten Seite nicht ab, denn Keller versteht es nichts vorwegzunehmen und so den Leser bei Laune zu halten. Für ein Erstlingswerk ist es sehr gelungen, wie ich finde. Einzig der Protagonist überzeugt nicht zu 100%. Ein Mann in den Dreißigern steht in den besten Jahren seines Lebens. Leider erweckt er oft den Eindruck eines sehr viel älteren Kommissars, der hier und da seine Gebrechen und kleinen Wehwehchen hat. Dennoch ist der Krimi für jeden Freund dieses Genres sicher keine verkehrte Lektüre und eine gute Wahl.

Den Roman kann der Käufer jederzeit in jeder Buchhandlung erhalten, oder bestellen. Auch im Internet, bei Amazon ist er erhältlich. Auch als E-Book ist er zu haben und auch bei Googleplay.

Siehe bitte auch:

https://miasraum.wordpress.com/2017/03/28/horst-keller-verkaufte-engel-nachtrag/#more-5775

 

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7 Gedanken zu “Horst Keller: Verkaufte Engel

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