Ich würde mich gerne für eine Weile in meine eigene Welt verziehen. In meine Welt der Stille, wo die Klänge ihren Klang hüpfen, aber keinen Ton von sich geben.
In meiner Welt riecht es nach Zuckerwatte und Honig, nach Butterkeksen und nach dir. So wie du riechst am Morgen, wenn du dich noch müde und gähnend aus dem Bett aus Wolken erhebst.
In meiner Welt gibt es nur Regen, der warm ist. Warm, wie eine warme Dusche nach einer kalten Winterwanderung durch weissen Pulverschnee.
Hin und wieder gibt es Blitze am Himmel in meiner Welt, aber sie formen Gestalten in Gold auf blauem Hintergrund. Gestalten kleiner Fabelwesen, aber auch mal dein Gesicht.
Jeden Tag kann man in Schokolade baden in meiner Welt und sich dann mit buntem Esspapier abtrocknen.
Weiße Einhörner bringen mich wohin ich will und meistens will ich zu dir. Manchmal ganz, damit ich dein Gesicht genau betrachten kann, deine Stirn und deine Augenlider küssen kann. Manchmal verstecke ich mich hinter einem Baum aus Marzipan und beobachte dein Lächeln.
Meine Welt besteht aus Friedlichkeit und in der Luft hängen kleine, kunterbunte Herzchen.
Alle Straßen führen in meiner Welt dahin, wohin mein Herz will. Mal zu dir, mal zum türkisen See, mal zu den duftenden Büchern, der alten Meister.
Die Sterne in meiner Welt tanzen Tänze bei Nacht. Formen deinen Namen in der Höhe.
Vögel singen Liebeslieder voll Glück ohne Töne und Klang und lassen doch die schönsten Melodien erklingen.
Ich kann in meiner Welt mit meinem Schatten spielen. Ihm folgen oder mich vor ihm verstecken und später esse ich Grashalme mit ihm, die nach süßen Beeren schmecken.
Die Menschen haben alle glückliche und lächelnde Gesichter in meiner Welt und wenn sie weinen, dann nur, um sich dann in Engel zu verwandeln, die dann durch meine Welt fliegen.
Ich würde mich gerne für eine Weile in meine eigene Welt verziehen und dich würde ich dahin gerne einmal mitnehmen, damit du siehst, was ich sehe, wenn ich mit dir zusammen bin.

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23 Gedanken zu “Meine Welt

    1. Ich danke dir für das Lob:-) Ja, manchmal ist es auch mal ganz schön der Realität zu entfliehen. Als ich klein war, habe ich mich oft auf den Dachboden bei meinen Großeltern zurückgezogen, nur um mal alleine zu sein und um einfach, genau wie du auch, vor mich hinzuträumen. Kann dich dahingehend also sehr gut verstehen:-)

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