Vielen lieben dank für die Nominierung für den Liebsten Award von Fräulein Voni von https://myway2recovery.wordpress.com. Ich fühle mich wirklich sehr geschmeichelt, dass ich zu ihrer kleinen Nominierungstruppe dazugehöre und möchte gerne auf ihre interessanten Fragen eingehen.

 

Was hat euch veranlasst, euren ersten Blogbeitrag zu verfassen? Bzw. warum habt ihr mit dem Bloggen begonnen?
Ich hatte das schon länger mal vor, habe aber nie wirklich die Zeit gefunden oder es mangelte eben an der Motivation. Irgendwann im letzten Jahr kam dann der totale Umbruch in meinem Leben. Der Abbruch meiner Ausbildung, der Beginn meines Studiums und die Trennung von meinem Freund. Ich hing ziemlich in der Luft und wusste so gar nicht, was kommt, was wirklich ist und was war beschäftigte mich ungemein. Ich wollte mir einfach nur diese ganzen Dinge, damals auch bewusst meinen Herzschmerz, von der Seele schreiben. Ich dachte das könnte helfen und ich dachte, dass ich vielleicht auch auf Gleichgesinnte treffe. Hat dann auch ganz gut funktioniert und ich bin ganz froh und glücklich darüber, dass ich es damals auch getan habe. Ich denke, dass es damals eben auch der richtige Zeitpunkt war. So ist das wohl oft im Leben: Alles hat seine Zeit.
Was liegt euch mehr: Schreiben oder Sprechen? Warum ist das so?
Ich liebe das Schreiben. Da kann man dann immer nochmal in aller Ruhe in sich gehen und die Dinge ganz anders betrachten. Beim Sprechen ist das ja oft auch recht frei heraus und manchmal auch unbedachter. Beides hat seinen Reiz. Vielleicht ist das Sprechen aber, dadurch, dass es so alltäglich ist und einfach dazugehört irgendwie auch leichter. Allerdings sagt mein Professor immer: Schreibe stets so wie du sprichst, sonst wirkt es unglaubwürdig.
Was wollt ihr euren Lesern nahebringen, was liegt euch am Herzen?
Das ist immer abhängig davon, was für einen Text ich schreibe. Bei Gedichten finde ich es immer sehr schön, wenn ich mit meinem Text Gefühle zum Ausdruck bringen kann und wenn der Lesende sie dann auch greifen kann. Bei anderen Texten möchte ich einfach nur erzählen und informieren und bei wieder anderen Texten, wie zum Beispiel die texte über meine Essstörung, möchte ich einfach nur zum Ausdruck bringen, dass es Hoffnung gibt. Es ist vielleicht ein langer Weg, ein harter Kampf, aber man kann es schaffen, man kann aus diesem Sumpf herauskommen.
Seid ihr offen oder mehr verschlossen und würdet ihr das gerne ändern, oder seid ihr zufrieden damit, wie ihr seid?
Ich würde sagen, dass ich sehr offen bin. Manchmal wird mir unterstellt, dass ich zu offen bin. Vielleicht mag das so sein, aber ich bin ein sehr ehrlicher Mensch und stehe zu dem, was ich war und zu dem, was ich bin. Ich bereue nichts und ich muss mich für nichts schämen oder Teile von mir, meinem Charakter oder meiner Persönlichkeit verstecken. Ich bin, wie ich bin und wenn es Menschen gibt, die das nicht mögen ist das auch absolut in Ordnung. Dafür gibt es aber eben auch Menschen, die das sehr gerne an mir mögen.
Was ist euer momentan größtes Ziel? Habt ihr eine Vision?
Mein momentan größtes Ziel ist der Abschluss meines Studiums. Da liegt der Fokus drauf und die nächsten ein-und halb Jahre wird sich das wohl nicht ändern:-)
Welche Schritte wählt ihr als Zwischenschritte, auf dem Weg zum Großen Ziel?
Die Voraussetzung ist, dass ich regelmäßig lerne und mich nicht von blödsinnigen Dingen ablenken lasse. Das ist sehr wichtig. Natürlich auch die Klausuren bestehen und einfach dran bleiben und das Ziel nicht aus den Augen verlieren. Es ist mein Leben und ich will das Beste daraus machen, denn ich habe nur dieses eine Leben.
Reflektiert ihr euch häufig? Was haltet ihr von Selbstreflexion?
Ich versuche mich auch immer wieder neutral zu betrachten. Manchmal funktioniert es und manchmal eben nicht. Zum Glück habe ich ganz tolle Freunde, die mir auch mal den Kopf waschen und mich auch mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen, wenn es sein muss. Diese Aufgabe erfüllen sie alle sehr gut. Da bin ich sehr dankbar. Ich finde es aber schon sehr wichtig, dass man sein eigenes Verhalten und seine eigene Einstellung doch auch immer wieder hinterfragt und durchaus auch mal mit sich vor Gericht geht.
Woran verzweifelt ihr?
Häufig an dem Druck, den ich mir selbst mache und manchmal auch daran, dass ich mich dabei ertappe, dass mir die Meinung von anderen doch hier und da wichtiger ist, als mir lieb ist. Ich arbeite daran, aber es ist schwierig.
Was macht euch Mut?
Die Menschen um mich herum, die stets nur einen Anruf von mir entfernt sind.
Die Menschen um mich herum, die nur eine Nachricht von mir entfernt sind.
Die Menschen, die nur eine Mail von mir entfernt sind.
Die Menschen, die mich unterstützen, mir den Kopf waschen, wenn es sein muss, mich motivieren, an mich glauben, mir auch mal den Marsch blasen, mich aber stets wertschätzen , mögen und lieben.
Belohnt ihr euch manchmal selbst und wie praktiziert ihr dies?
Ja, absolut:-) Nach einem schönen und erfolgreichen Arbeitstag gibt es abends Sushi. Nach einer bestandenen Prüfung gibt es einen erholsamen Abend mit Badewanne und einem guten Film. Nach einer durchgestandene, stressigen Phase gibt es einen Wellnesstag. Solche Sachen eben. Dinge, die mein kleines Herz zutiefst erfreuen. Manchmal braucht es gar nicht viel um glücklich zu sein.

 
Liebe Voni, danke für diese herrlichen Fragen! Musste schon etwas grübeln:-) War aber sehr schön sich damit mal auseinanderzusetzen.
Ich nominiere alle, die gerne möchten. Ich finde Vonis Fragen ganz wunderbar und jeder, der Lust hat sich damit auch auseinanderzusetzen, sollte dies tun:-)

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8 Gedanken zu “Danke und Merci:-)

  1. Das sind wirklich gute Fragen, aber auch nicht einfach zu beantworten. Die mit den Zwischenschritten z.B. wüsste ich gerade gar nicht zu beantworten. Sowas habe ich nicht bewusst im Kopf/geplant.
    By the way: Mia, die Awards, für die du mich nominiert hast, sind ja noch offen. Ich mache mich daran, wenn die aktuellen Störfaktoren beseitigt sind. 😉

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