Erinnerung und tiefster Dank an D.K.

 

Eines Nachts in deiner Wohnung.

Rauch und Qualm umspielte unsere nackten Körper.

Marihuana Geruch versteckte sich zwischen den weißen Laken.

Bilderfetzen einer längst vergangenen Zeit schossen mir durch den Kopf.

Früher mal ganze Bilder gewesen, nun Bruchstücke geworden und dem Vergessen geweiht.

Unsere Mägen gefüllt mit fettigem Fast Food und billigem Rotwein aus dem Supermarkt.

Der Schallplattenspieler in der Ecke des Zimmers spielte, fast vollständig aus dem Gedächtnis verloren gegangene Jazzklänge. Dixieland Jazz, den Chicago Style.

Das Bett roch nach dir,

roch nach mir,

roch nach Sex,

roch nach uns.

Deine, viel zu kalten Hände, umfassten meine warmen Brüste.

Verwickelten sich in meinem kupferfarbenem Haar.

Spielten aufmerksam zwischen meinen Beinen.

Deine Nägel ritzten deine Initialen in meine Schenkel, als Symbol meiner Zugehörigkeit zu dir.

Ich war dein Eigentum, dein Werkzeug, deine Sklavin.

In dieser Nacht.

Deine Hände spielten mich wie ein Piano und entlockten mir die schönsten Klänge.

Sie spielten auf mir und in mir.

Ich war deines.

Gehörte nur dir.

Gab mich hin.

Gab mich her.

Alles nur für dich.

Ließ mich fallen.

Ließ mich treiben.

Flog mit dir durch die Nacht und durch die Welt deiner Phantasie.

Ich schmeckte deinen Saft.

Schmeckte meinen Saft an dir, an deinen Händen.

Genoss deine volle Männlichkeit auf mir und in mir.

Unsere Aufmerksamkeit war nur auf unsere nackten Körper gerichtet.

Nackt im Bett.

Nackt auf dem harten, kalten Holzboden.

Nackt auf angenehmem, weichem, braunem Leder deines Sofas.

Nackt auf frostigem Glas deines Tisches.

Der grelle, gelbe Schein des Mondes begleitete uns auf unserer Reise durch die Wohnung in alle Winkel.

Die Aussenwelt wurde, von uns beiden, für diese Nacht ausradiert.

Diese verflog viel zu schnell.

War nur die Knappheit eines Moments.

Kaum da, schon weg.

Zu schnell, zu klein

um sie zu greifen,

um sie festzuhalten.

So wie die Knappheit unseres Lebens.

Der Traum von Ewigkeit bleibt nur ein Traum.

So blieb trotz Rausch und Genuss,

trotz Hingabe und Leidenschaft,

trotz Lust und Ekstase,

trotz unseres Zusammenseins im Hier, im Jetzt, im Da:

Die Einsamkeit mein bester Freund in dieser Nacht.

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4 Gedanken zu “Einsamkeit

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